Was ist das Anderswelt Projekt?

Im Anderswelt Projekt geht es vor allem darum, in einer offenen Atmosphäre gemeinsam kreativ zu sein.

Ganz praktisch ist die Idee aus einem Workshop entstanden, wo man gemeinsam an Kostümteilen gebastelt hat. Es gab einen großen Tisch und verschiedene Materialien, schöne Musik im Hintergrund und keinen Druck, schnell fertig sein zu müssen oder überhaupt ein bestimmtes Ergebnis erzielen zu müssen. Jede*r hatte eigene Ideen und Fertigkeiten, aber auch Freude daran, schöne eigene und fremde Ergebnisse entstehen zu sehen, sich gegenseitig zu unterstützen und zu loben. Gleichzeitig wurde nebenbei über verschiedene Themen diskutiert, Ideen gesponnen und darüber philosophiert, wie man auch zukünftig schöne Dinge tun könnte.

Da viele Teilnehmende dieses Workshops große Fantasy-Freunde sind und man kurz vorher einen „phantastischen Mittelaltermarkt“ mit phantasievollen Walk-Acts auf Stelzen, Musik und Lichtinstallationen besucht hatte, entstand der Wunsch, mystische, märchenhafte Figurenwelten mit kreativen Kostüm- und Maskenworkshops zu verbinden. Hier wurden auch direkt Verbindungen zu Erfahrungen aus Cosplay oder LARP gesehen. Durch die Nähe der Teilnehmenden zu Theater und Liverollenspiel wurde zudem überlegt, ob man die entstehenden Figuren in einem szenischen Spiel verkörpern könnte und welche Regeln dabei ein mystisches Spiel tragen würden.

Der Wunsch, einerseits mystische Welten zu beleben und andererseits in einer offenen kreativen Workshop-Umgebung zu arbeiten, haben den Begriff „Anderswelt“ geprägt. Dies ist einem der Begriff für eine an die keltische Mythologie angelehnte Sagenwelt, in welcher je nach Lesart, die Welt der übernatürlichen (Feen-)Wesen oder aber die jenseitige Welt gemeint ist. Zum Anderen soll es für eine Umgebung stehen, an der es legitum und erwünscht ist, „anders“ zu sein – seine Eigenarten und Besonderheiten mitzubringen, ohne befürchten zu müssen, dafür gemessen oder bewertet zu werden.

All diese und viele weitere Ideen sind der Grundstein für das Anderswelt-Projekt. Damit ist es erstmal sehr breit und flexibel aufgestellt, was viele Dinge ermöglichen kann. Gleichzeitig ist es schwierig, diese Vielfalt und diesen Ideenreichtum zu vermitteln oder zu bewerben. Durch die finanzielle Unterstützung durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) bestehen gute Voraussetzungen, Material für Kreativ-Projekte zu kaufen, Projekttage zu koordinieren und Fachleute einzuladen – ein Schatz also für Menschen, die gerne selbst aktiv werden wollen. Für Leute, die erst mal vorsichtig gucken und sich erst mal orientieren wollen, aber eine große Herausforderung.

Wir verstehen Projekt Anderswelt als Einladung, sich selbst auszuprobieren, ohne dass es ein Ergebnis geben muss und sehen viele Bereiche, mit denen man experimentieren könnte:

Wir möchten im Projekt gerne mit vielen unterschiedlichen Menschen oder Personenkreisen kooperieren und sie idealerweise nach und nach bei größeren Events zusammenbringen.

Du hast eine eigene Idee? Vielleicht auch schon Leute, mit denen du gerne mal einen Anderswelt-Workshoptag durchführen würdest? Dann schreib uns gerne eine Mail und wir gucken gemeinsam, wie wir das machen können.